Litauen Reisefuehrer

Günther Schäfer

Verlag Reise Know How Peter Rump

 Litauen Baltikum  Litauen Reiseführer

Links die 1. Ausgabe von 1992, rechts die 6. von 2009

 

 

Die Litauen und Baltikum Bücher aus der Reise Know How Reihe des Peter Rump Verlages versorgen die Litauen Reisenden seit 1992 mit reichhaltigen Informationen über Land und Leute.

 

Sie gelten als die umfangreichste touristische Informationsquelle auf dem Reiseführer Markt. Der Verlag bringt den Reiseführer etwa alle zwei Jahre aktualisiert heraus. Im Juni 2013 (Zeit der Erstellung dieser Buchkritik) gab es die 7. Auflage zu kaufen.

Der Reiseführer hat eine praktische Übersichtskarte über ganz Litauen auf der ersten Umschlagsseite und detaillierte Karten von touristisch besonders interessanten Gebieten im hinteren Teil.

Ausgiebig gibt es "praktische Reisetipps", die man nach der ersten Litauenreise meist nicht mehr braucht. Im Kapitel "Land und Leute" wird die wirtschaftliche und kulturelle Situation erläutert. Natur, Bodenschätze, Geografie und Religion sind weitere Punkte, über die informiert wird.

In der Beschreibung von Vilnius wird im Text "Jerusalem des Nordens" auf die Bedeutung der Juden in Litauen bis zum Deutschen Einmarsch 1941 hingewiesen. Erwähnt wird die aktive Beteiligung von Litauern am Holocaust. Für einen Reiseführer durchaus mutig. 

Natürlich werden alle touristisch interessanten Orte und Sehenswürdigkeiten ausführlich beschrieben.

Während mein erster Litauenreiseführer noch vom Autoren Peter und Rainer Höh stammt (damals noch abenteuerlich mit einem alten Camp Mobil im Baltikum unterwegs), zeichnet für die Ausgaben 6 und 7 Günther Schäfer verantwortlich.

Dabei finde ich erstaunlich, wie viele Textstellen aus dem ersten Buch von 1992 sich in den aktuellen Ausgaben wiederfinden. Kein Problem ist das bei Abhandlungen wie "Die Sage der schönen Riesin Neringa", "Darius und Girenas" (etwas verändert), "Legende vom eisernen Wolf" oder "Bernstein - das Baltische Gold". Weiter habe ich die Exkurse zu bestimmten Themen nicht verglichen.

Unschön dagegen wird beim Text "Sonnenwendfeier und magische Farnblüte" bei den neuen Ausgaben die Autorin (Rasa Keliauskaite) weggelassen.

Bemerkenswert ist auch die folgende Textstelle über das Imkereimuseum im Aukstaitija Nationalpark (Stripeikiai) den ich zitieren möchte:

"Etwa 10 km südöstlich von Tauragnai zweigt ein kleiner Fahrweg in nordöstlicher Richtung ab, der wieder in den Park hinein und nach Stripeikiai führt. Den gleichen Ort erreicht man auch, indem man von Ginuciai etwa einen Kilometer nach Nordosten fährt und dann nach links einem abenteuerlichen kleinen Sträßchen durch faszinierende Wälder nach Nordwesten folgt ... Hier findet man eine weitere Wassermühle, die unlängst renoviert worden ist. Zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten des Parks - und für uns sogar ganz Litauens - gehört das hiesige Imkereimuseum, das in traditionellen Holzhäusern untergebracht und sehr liebevoll gestaltet ist..."

Bis hierhin ist der Text aus dem Reiseführer von 1992 mit der aktuellen Ausgabe identisch. Ich frage mich dabei, wem gefällt denn nun das Imkereimuseum so gut? Und was heißt, dass die Wassermühle unlängst renoviert wurde (1992 oder 2011?).

Zugegeben sind das kleine Details, die den Wert des Reiseführers nicht schmälern. Jeder der selber versucht hat Informationen über Litauen zu sammeln, weiß wie zeitaufwendig dieses ist.

Für die Reise nach Litauen gibt es keinen ausführlicheren Reiseführer.

Mein Tipp: kaufen!

 

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