Die Prussen

 

Obwohl die Geschichte lehrt, dass Aufgrund der Wirkung der Kreuzritter in Preussen, ihr Untergang im 13 Jh. begonnen und im 18 Jh. beendet war, ist der Geist der Prussen noch am Leben: z. B. in der Musik von Romowe Rikoito.
Die Szene der Prussischen und Baltischen Neofolkmusik ist klein, aber einzigartig. Bekannt sind Gruppen Alnestabs (Polen), Enu Kaleidoskops (Lettland), Donis (Litauen) und Romowe Rikoito (Litauen).
Das Album der Gruppe Romowe Rikoito „Undeina“ besteht aus 12 Kompositionen, rund um das alte Prussische Archipelag Semba. Alle Geräusche, die im Album vorkommen, sind authentisch – aufgelesen auf den Wanderungen durch Wälder, Flussufer, alte Burghügel. Die meisten prussischen Worte sind auch authentisch, bearbeitet von Glabbis Niktorius.
Das Album erschien im Musikverlag der Baltischen Musik DANGUS.

 

 

Text und Idee Vilija Handschin, Schweiz

 

Die neue CD gibt es bei Amazon oder direkt beim litauischen Musikverlag. Hier kann man auch mit Paypal bezahlen.

 

 

Die Prussen sind ein ausgestorbener indogermanischer Stamm, der zwischen Weichsel und Memel lebte. Verwandt sind sie mit den Litauern und Letten, mit denen sie auch Ähnlichkeiten in der Sprache haben.

Seit 977 sind sie christianisiert und 1283 wurden sie vom Deutschen Orden unterworfen. (Die Daten unterscheiden sich etwas. Meyers Kleines Lexikon von 1934 nennt die vorgenanten Daten, Wikipedia nennt etwas andere Zahlen).

 

Durch die Dominanz der Deutschen hatten die Prussen stark zu leiden. Ein Zitat macht die Gefühle der Prussischen Ureinwohner deutlich:


"Von den Einheimischen wird berichtet, dass sie sich dahingehend geäußert haben, sie wollten lieber nicht in den Himmel kommen, wenn da auch nur ein einziger Deutscher wäre."

 

 

Der Chronist Peter von Dusburg beschrieb die Prußische Religion als eine Naturreligion:

„Weil sie also Gott nicht kannten, deshalb verehrten sie in ihrem Irrtum jegliche Kreatur als göttlich, nämlich Sonne, Mond und Sterne, Donner, Vögel auch vierfüssige Tiere, ja sogar die Kröte. Sie hatten auch Wälder, Felder und Gewässer, die sie so heilig hielten, dass in ihnen weder Holz zu hauen noch Äcker zu bestellen oder zu fischen wagten.“

Peter von Dusburg: Chronicon terrae Prussiae III,5 ,53

 

Nostalgische Bilder aus Ostpreussen des litauischen Fotografen Arturas Valiauga.

 



Wird fortgesetzt..

 

 

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