Gesundheit Litauen

 

Litauen ist ein recht armes Land. Dementsprechend sehen die einfachen Krankenhäuser aus.

Auch wenn die Litauer das nicht gerne hören, das litauische Krankenhaussystem ist nur in den grossen Städten auf deutschem Niveau.

Da die meisten Litauer nicht viel einzahlen, gibt man für größere Eingriffe oft unter der Hand etwas. Je größer die Operation / Behandlung, desto mehr.

 

Eine Leserin schreibt:

"Jedoch etwas anderes kann ich auch aus meiner Sicht mitteilen. In den Jahren, die ich jetzt in Litauen verbringe, habe ich kein einziges Mal irgend jemandem Geld gegeben. Keinem Arzt und keinem Beamten. Die Krankenhäuser sind wirklich nicht so toll und das Essen auch nicht ausreichend. Auch wenn man nicht so sterbends krank ist, bei der Verpflegung im Krankenhaus nimmt man ganz schnell einige Kilos ab. Also muss man zusehen, dass man öfters Besuch bekommt, die etwas Essbares mitbringen:) Was das Bezahlen fürs operieren oder andere Behandlungen angeht, ist es so, geben die, die Wunder erwarten. Jedoch auch ohne das du dem Arzt was in die Tasche steckst, wird man genau so gut behandelt und operiert wie alle anderen. Das kann ich ruhig aus eigener Erfahrung sagen, da meine Mutti im vergangenen Jahr eine neue Knieprothese bekommen hat und vor ein paar Monaten an der Wirbelsäule operiert wurde. Laut ihren Worten, am Anfang war ihr gar nicht wohl, so nichts zu geben.Aber sie hat auch verstanden, dass man ohne zusätzliche Bezahlung nicht weggestoßen wird . Jetzt wird auch in den Zeitungen immer wieder hingewiesen, dass die meisten Leistungen beim Arzt oder im Krankenhaus von der Krankenkasse bezahlt werden. Also, wer gibt ist selbst Schuld!"

Nicht das die litauischen Ärzte schlecht sind: es ist einfach zu wenig Geld da. Im privaten Sektor (besonders in Vilnius, Klaipeda und Kaunas etc.) gibt es Kliniken und Privatärzte die einen Vergleich mit Deutschland nicht scheuen müssen. Augen- Zahn-  und Herzkliniken buhlen um betuchte Kundschaft auch aus dem Ausland.

 

Touristen müssen also keine Angst haben, sie müssen mit der Standardversorgung nicht vorlieb nehmen.

Klingt irgendwie nach Privatpatient.

 

Apotheken (Vaistine) gibt es an jeder Ecke. Schliessen sie auf jeden Fall eine Auslandskrankenversicherung ab.

 

Die Telefonnummer des Notrufes ist: 112

 

Meist wird die deutsche Krankenversicherungskarte akzeptiert (das ist heute in der Regel die EHIC- Europäische Krankenversicherungskarte mit dem Euro Symbol hintern drauf).

Da das EHIC Verfahren aber noch nicht überall bekannt ist und Privatärzte sowieso sofort abrechnen, denken sie an die Auslandskrankenversicherung

 

Wir wurden bisher entweder umsonst behandelt oder die Abrechnung erfolgte über die Auslandskrankenversicherung gegen Vorkasse. Lassen sie sich auf jeden Fall eine unterschriebene Quittung geben.

 

Für die Sommermonate ist eine Impfung gegen die von Zecken übertragene FSME empfohlen.

Infos auch vom Auswärtigen Amt

 

 

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