Der Reisebericht für Motorradfahrer im Baltikum

 

Jörg Rittmeister machte mit seinem Kumpel Kalle eine ausgedehnte Motorradtour durch das Baltikum.

Er schrieb einen der ausführlichsten Reiseberichte, die es von Motorradreisen in den baltischen Staaten gibt.

Die Anfahrt erfolgte über Polen nach Litauen. Danach wurde Lettland erkundet. Nach einer ausgiebigen Fahrt in Estland (Saaremaa, Tallinn, Narva und der Peipussee),  ging es mit der Fähre über Helsinki zurück nach Deutschland.

Und das mit dem Motorrad im Zelt bei viel Regen. Respekt!

Eine erkleckliche Quelle von Anregungen für die eigene Tour.

 

 

 

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors. Jörg Rittmeister hat seinen Bericht bei Wikibooks veröffentlicht. 

Ab durch die Mitte - Mit dem Motorrad durch den Mittelpunkt Europas (Reisebericht)

Kapitelübersicht

-Polen- Die Anreise (Tag 1 - 3)

-Litauen- Der Mittelpunkt Europas (Tag 4 - 10)

-Lettland- Mucken oder Regen (Tag 11 - 16)

-Estland- Mittsommer anders (Tag 17 - 27)

-Rückreise- Langeweile auf der Ostsee (Tag 28 - 30)

 

 

Vorwort

 

So um das Jahr 2005 sah ich einen Beitrag über die baltischen Länder und musste feststellen, dass dieser Teil Europas noch ein absoluter weißer Fleck auf meiner persönlichen Landkarte war.

Mir waren Litauen, Lettland und Estland aus dem Geografieunterricht zwar als sowjetische Teilrepubliken bekannt, aber für die Sowjetunion hatte ich mich nie interessiert.

Das lag wohl daran, dass wir genug "Russen" im Lande und damit öfter mit ihnen zu tun hatten.

 

Aber nun hatte ich da diesen Beitrag gesehen und fand, dass ich mir diese Gegend genauer ansehen musste. Als ich mir mal die neue Karte Europas vornahm, fand ich auch den Peipussee zur Hälfte in Estland liegen. Aus dem Geschichtsunterricht wusste ich, dass hier die Ritter des Deutschen Ordens durch die Slawen im wahrsten Sinne des Wortes auf's Eis geführt und geschlagen wurden. Und damit war das Baltikum doppelt interessant geworden, denn das Mittelalter ist ein Steckenpferd von mir.

 

Die Expansion des Deutschritterordens in diesem Gebiet versprach also auch eine kleine Reise in die Geschichte.

Bucher, Reiseführer, Bildbande wurden studiert und das Internet befragt. Es entstanden Plane für eine Tour, natürlich mit dem Motorrad. 2007 sollte sie starten. Vier Wochen wollte ich mir dafür Zeit nehmen. Für jedes Land eine Woche und dazu noch eine Woche für die An- und Abreise. Die Reise sollte im Juni stattfinden, so dass die Tage mit jedem Tag der Tour langer wurden, bis es gar nicht mehr dunkel wird und ich mich irgendwo zum Ende der Reise in Estland bei einer Mittsommerfeier mit ans Feuer setzen konnte.

 

Nun bekam ich 2007 meinen Urlaub nicht so, wie ich ihn für diese Reise gebraucht hatte und 2008 kam ein Krankheitsfall dazwischen.

 

Nach fünfjahriger Planung sah es 2009 nun so aus, als konnte die Reise beginnen. Mein Urlaub war genehmigt, alle waren gesund, die Maschine befand sich nach einer Durchsicht mit neuem TUV im Top-Zustand. Im Herbst 2008  hatte ich meinem Kumpel Kalle von dem Vorhaben berichtet und er schloss sich an. So machte ich diese Fahrt also nicht allein, was durchaus von Vorteil ist.

jörg rittmeister mit enduro in litauen

Ich fuhr auf meiner Enduro  DR650RSE (SP43B) von Suzuki mit einem Koffersystem von Hepco&Becker sowie einem Tankrucksack. Kalle fuhr seine Suzuki VS-800 Intruder mit Ledertaschen und großen Gepäckrollen.

 

Das vorliegende Buch erhebt keinen Anspruch, ein Reiseführer zu sein. Es ist ein Reisebereicht, der aus meinen Tagebuchaufzeichnungen wahrend der Reise entstanden ist. Ich habe es in die Kapitel "Anreise", "Litauen", "Lettland", "Estland" und "Ruckreise" unterteilt. In den Kapiteln findet man jeden Tag der Reise. Ich hoffe, das erleichtert das Zurechtfinden, einmal beim Überblick über die Reise, als auch beim Wiederfinden, wenn man mal eine Lesepause gemacht hat.

 

Für jeden Reisetag habe ich die Tagestour als ein Link zu Google-Maps hinterlegt, so dass man die jeweilige Strecke nachverfolgen kann und einen Eindruck bekommt, wo wir uns gerade befinden. Die Hauptstationen der Tagesstrecke sind mit ihrer Wiki-Seite verlinkt, sofern es einen Wiki-Eintrag gibt. Das erspart mir größere Ausführungen über die jeweiligen Orte und ich kann mich auf Eindrucke und Erlebnisse konzentrieren. Habe ich für eine Station keinen Wiki-Eintrag gefunden, dann ist wieder ein Link zu Google-Maps hinterlegt, wo man bei "Gegend erkunden" auch noch Bilder und Informationen findet.

 

Ich wünsche mindestens so viel Spaß beim Lesen, wie wir auf der Reise hatten, auch wenn es nicht immer lustig war.

  

 

Die Karte für die gesamte Übersicht über die Tour ist recht ungenau, sie gibt aber einen ersten Eindruck über die Strecke wieder. Die genaue Streckenführung ist bei den jeweiligen Tagestouren abgebildet.

 

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Fotos von Wikipedia und Jörg Rittmeister