Motorradfahren in Litauen

 

 

Von Raimundas Binkis, Birzai

 

 

 

Anfangs einige Wörter darüber, was ein durchschnittlicher Deutsche wissen sollte, wenn er/sie sich auf Litauen mit dem Motorrad vorbereitet.

 

 

Die Strassen in Litauen sind in ganz gutem Zustand, aber nichtsdestoweniger muß man aufpassen. Oft gibt es eine ganz schmale Asphaltspur: da gibt es keinen Platz für Radfahrer, so fahren die meistens am Asphaltrand. Bitte beachten Sie auch, daß die Räder nachts nicht immer beleuchtet sind.

 

 

Benzintankstellen befinden sich ganz dicht, Bleifreispritt ist immer da (d.h. Tag und Nacht). Mit Kreditkarten hat man auch fast ausschliesslich kein Problem, Visa oder Eurocard/Mastercard Systemen wird überall bedient. Hier kann man auch 24 Stunden einen kleinen Snack bekommen (obwohl natürlich nur im McDonald´s Style). Diesel kostete im Februar 2012 ca. 1,33 Euro, Super 95 Oktan etwa 1,37 Euro. (Im Vergleich Diesel in Deutschland 1,50 Euro).

 

 

Litauer sprechen derzeit meistens Russisch (eher ältere Leute) oder Englisch (jüngere Leute, etwa 30 Jahre oder jünger). Wenn Sie einen Örtlichen in der Strasse direkt auf Deutsch ansprechen würden, das Prozent, verstanden zu werden, ist ganz unter 50.

 

Litauen ist gerade nicht ein Land mit höhen Bergen (die Höchstenspitze Litauens reicht nur 293 m hoch), man kann nichtsdestoweniger schöne Gebiete mit vielen Wälder und Seen wählen und langsam (oder auch nicht so langsam, jedem nach dem Geschmack) gemütlich fahren. Es lohnt sich eine der örtlichen Landstrassen zu wählen: die Verkehr ist dort meistens nicht hoch, so stört dort niemandem, wenn man langsam vor sich hin  blubbert.

 

 

 

 


Größere Kartenansicht


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Ich persöhnlich liebe die Strasse Birzai – Rokiskis, wenn ich mich etwa 60-70 km/h bewegen will: die Strasse ist vergleichsweise breit, der Verkehr nicht groß.


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Wenn man mehr Kurven will, kann man aus Birzai die Richtung Anyksciai oder Utena wählen (d.h. nach Süd von Birzai). Ich könnte z.B. eine Abschnitt Anyksciai – Alanta – Moletai anbieten, ganz viele Biegungen und auch „oben – unten“ (zwischen kleinen Bergchen) Erfahrung.

 

Man kann sogar den Aukstaitijaer Nationalpark erreichen, etwa 180 km von Birzai, eine der schönsten Plätze Litauens, die Natur betrefflich.

Man kann eine Route durch Rokiskis und Zarasai anbieten, und so unterwegs einen Dutzend von Seen und Wälder geniessen:

http://g.co/maps/ceayz

 

Die Hauptseite des Parks ist hier:

http://www.anp.lt/index.php?lang=en

 

 

 

 

Man kann auch leicht viele Orte Lettlands von Birzai erreichen, und wenn man will, an demselben Tag noch zurückkehren. Viele von Birzai nicht weit entfernte Sehenswürdigkeiten sind hier bei birzai.de zu finden. (VORSICHT: wenn in Litauen immer noch ein die Norm von Alkohol beim Fahren 0,4 Promille gilt, ist es in Lettland, als auch in Estland, schon Schluss damit. Dort verlangt man reinen Null im Blut!).

 

 

 

 

Die Sorten der Motorräder

 

 

Es gibt eine Reihe von Motorradclubs in Litauen, auch Birzai hat sein eigenen – AQUILA Motoclub (gilt als MCC Club in der internationaler Bezeichnung). Der Webseite davon ist die folgende: http://baikeriai.eforum.lt/index.php.

 

Die Geschichte Litauens, zum erstens vielleicht mentalerweise, ist ganz eng mit den USA verbunden (das Land gilt seit dem Ende des 19. Jahrhunderts für viele Litauern als ein Synonym des Paradies in der Erde; es gibt schon mehrere Generationen von (litauischen) Emigranten in den USA, mit ihren eigenen Jargonnahmen für jeden davon, usw.).

 

 

So, viele Motorradfahrer haben auch heutzutage Sympathien am Lebensstil in den USA und man kann oft Motorräder von amerikanischer Herkunft aquf litauischen Strassen sehen – Harley´s, Vyctory´s. Wenn einem diese ja zu teuer sind, geniesst man den USA Style auch mit japanischen Cruisern.

 

 

Übrigens, meistens sind die Cruisern als „Chopper“ in Litauen genannt, obwohl die „echte“ Chopper, natürlicherweise, nicht zu oft zu treffen sind.

 

Es gibt hier auch viele Sport- und Enduromotorräder. Aber, erstaunlicherweise, gibt es immer nocht nicht viele Touringmotorräder mit europäischem Stil (solche wie z.B. BMW von R oder K Klasse, Yamaha FJR usw.). Vielleicht liegt es daran, dass die Schicht der Gesellschaft in Litauen, die es sich leisten kann, ein nicht so billiges Motorrad wie ein Tourer zu kaufen, erwerben meistens Cruiser (denen vielleicht ein besseres Ansehen gilt (einer höheren Gesellschaftschicht) als ein europäischer Tourer).

 

 

Die „echten“ Motorradclub (d.h. MCs) fahren ausschliesslich nur Cruiser.

 

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