Anreise nach Litauen Sonntag

Mein Tag beginnt mit einem guten Frühstück und das kostet auf der Fähre 5,50 Euro. Darin enthalten sind Kaffee, Saft, Brot, verschiedene Salate, Spiegelei und deftige litauische Gerichte vom Buffet, Cornflakes und Milch. Man kann sich mehrmals am Buffet bedienen. Sinnvoll ist es, wenn man den ersten Ansturm abwartet, sonst muss man mit der Schlange kämpfen, wenn man sich den zweiten Kaffee holt.

Das Essen ist litauisch, Brötchen gibt es nicht. Wer Land und Leute etwas kennt und nicht nur Croissants und Spaghetti mag, kommt mit dem Bordessen sehr gut klar. Das Frühstück ist übrigens relativ teuer (aber angemessen), da man pauschal bezahlt. Mittag und Abendessen werden abgerechnet, je nachdem was man nimmt.

Blick vom Deck

 Gemütlichkeit an Deck

 

Das Mittagessen lasse ich wegen dem reichhaltigen Frühstück ausfallen und genieße die Sonne auf dem Deck. An der Bar gibt es Kaffee. Einige deutsche Touristen schießen sich mit Alkohol ab.

Abends packe ich schon mal meine Sachen und gehe zum Abendbrotbuffet. Hier gibt es wieder eine große, leckere Auswahl. Für Königsberger Klopse mit Salat, Kartoffeln und Saft bezahle ich 25 Litas (ca. 7 Euro. Man kann an Bord mit Litas und Euro zahlen).

 Klaipeda in Sicht

Ankunft im Kurischen Haff.     Rechts beginnt die Kurische Nehrung

 

Klaipeda Kurische Nehrung  Hafen Klaipeda

Kurische Nehrung                                           Klaipedas Hafen

 

Nach dem Essen suche ich den Horizont nach der Silhouette von Klaipeda ab und endlich sieht man die Einfahrt in das Kurische Haff. Rechts kommt die Nehrung (die sich von hier bis nach Königsberg erstreckt) mit dem Delphinarium, links die ausgedehnten Hafenanlagen. Leider dauert die Fahrt bis zum Anleger noch eine halbe Ewigkeit und zuerst dürfen die LKW Fahrer von Bord. Ca. eine Stunde später können die PKW/Motorradfahrer zu ihren Fahrzeugen. Jetzt werden alle Maschinen angeworfen und man steht in einer Giftwolke. Nachdem wir uns durch die engen Windungen nach oben gekämpft haben erwartet uns eine Alkoholkontrolle. (Meine zweite in Litauen). Alle Fahrer dürfen pusten. Null Promille, schönen Urlaub, danach kommt noch der Zoll und dann ist endlich freie Fahrt. Marianne und Thorsten aus Hamburg fahren mit ihrer Moto Guzzi für fünf Tage nach Litauen und haben sich auch das Hotel Vecekrug als Basis für ihre Fahrten ausgesucht. Also fahren wir dem Navi nach zusammen durch das nächtliche Klaipeda. Im Hafengebiet wird oft geblitzt, also Vorsicht!

 

Das Vecekrug ist ein kleines Hotel, etwa 12 Kilometer vom Fähranleger entfernt. Es gibt für die Mopeds nebenan eine unterirdische Garage, das Hotel ist in gutem Zustand und das Frühstück völlig ausreichend! Ich hatte in Deutschland bei HRS (einem Hotelbuchungsservice) nach Preisen geschaut und dann im Hotel nach den HRS Preisen gefragt. So kam ich auf 48 Euro fürs Einzelzimmer mit Frühstück und Garage, die Hälfte vom offiziellen Vecekrug Preis.

 

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